"König der Globetrotter"


Heinz Rox Schulz"Mr. Rox" - wie der international bekannte Künstlernamen von Heinz Rox-Schulz lauete - tingelte als "One-Man-Show" durchs Nachkriegsdeutschland bis er zufällig 1950 ein Telegramm erhielt, das ihm ein Engagement in Spanien offerierte. Ohne einen Pfennig Geld in der Tasche machte sich er sich auf den Weg. Wenige Monate später war er in Khartoum (Sudan) und dann in den Sommerresidenzen der indischen und britischen High Society im Himalaya zu sehen. Er trainierte er die Leibgarde des Maharadschas von Lakhnau und drehte den Dokumentarfilm "Indische Rhapsodie".


Mitte 1955 kehrte er aus Fernost zurück und schrieb die Bücher "Die Abenteuer des Mr. Rox. Ohne Geld in die Welt" und "Himmel und Hölle Indien". Aus dem deutschen Artisten war ein artistischer Globetrotter geworden.

Zwischen 1957 und 1962 tingelte Rox von Feuerland bis Venezuela und stieß mit seinem Faltboot in die "grüne Hölle" Amazoniens vor. Ein weiterer Film entstand, das Buch "Verrückter Gringo" sowie unzählige Fotos von einer Welt, die es heute fast nur noch in älteren Ausgaben des National Geographic Magazine zu sehen gibt.

Wieder zurück in Deutschland arbeitete er freiberuflich als Fernsehjournalist für den Saarländischen Rundfunk in der Sahara, Ost- und Westafrika, Sibirien und Fernost.

Seit 1980 leitete er in Saarbrücken sein Abenteuermuseum, ein Kuriositätenkabinett, wie es wohl kein zweites in Deutschland gibt. In den vier Abteilungen Afrika, Südamerika, Asien und Neuguinea stellte sich die Sammlung dem Besucher vor. Darüber hinaus vermittelte sie die Botschaft ihres Gründers, der sich als "pazifistischer Kosmopolit" und "Botschafter der Völkerverständigung" verstand.




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